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Remote Data Recovery (RDR™)

Praktische Einsatzmöglichkeiten

Bei mehr als der Hälfte aller Fälle wird der Datenverlust nicht durch einen Hardwarefehler verursacht, sondern durch Softwareprobleme, einen Virus oder – ganz banal – durch unbeabsichtigtes Löschen. Logische Problemfälle können fast immer mit RDR gelöst werden. Möglich ist die Online-Datenrettung derzeit für die Betriebssysteme DOS, Windows (3.x, 95, 98, Me, 2000, 2003, NT und XP), Linux, Novell NetWare sowie sowie für Microsoft SQL und Exchange Server. Es gibt zudem eine Reihe typischer Situationen, in denen dieses Verfahren die schnellste und kostengünstigste Variante darstellt. Dies ist der Fall bei Störungen an RAID-Systemen, MS-Exchange- oder MS-SQL-Servern sowie bei der Wiederherstellung nach einem Virusbefall oder dem versehentlichen Löschen von Daten. Selbst Daten von RAID-Systemen mit physisch beschädigter Festplatte oder Controller-Fehlern können wiederhergestellt werden. Bei Plattformen wie NAS und SAN ist RDR oft die einzige empfehlenswerte Lösung.

Wenn beispielsweise ein defektes RAID-System vom File-Server-Betriebssystem nicht erkannt wird, stehen die gespeicherten Daten nicht mehr zur Verfügung. Bisher bestand die einzige Lösung darin, den RAID-Server neu aufzusetzen und die Daten von Backup-Bändern zu restaurieren. Im Extremfall führt dies zu einem mehrtägigen Systemausfall. Kroll Ontrack hilft auch hier, da sich der RDR-Ingenieur auch in den RAID-Server einklinken, dort die Diagnose und schließlich die Datenrettung durchführen kann. In der Regel ist dies eine Sache von wenigen Stunden.

Der Ausfall eines Mail-Servers ist für viele Unternehmen einer der schlimmstmöglichen Unfälle, da oft stunden-, wenn nicht tagelang die Kommunikation mit Kunden und Partnern praktisch zum Erliegen kommt. Durch ständigen ein- und ausgehenden Verkehr ändern sich die Daten auf einem Mail-Server im Sekundentakt. Ein Restore, das in der Regel einmal täglich durchgeführt wird, hilft daher meist nicht weiter. Bei einem MS-Exchange-Server kann es zu Inkonsistenzen in der Datenbank und damit zum Datenverlust kommen, wenn zum Beispiel kurzzeitig die Stromversorgung ausfällt. In diesem Fall kann der RDR-Ingenieur die Datenbankstruktur per Remote-Zugriff analysieren, die einzelnen Mailboxen der Anwender als PST-Dateien extrahieren und dem Kunden zur Verfügung stellen. Daraus eine neue Exchange-Datenbank aufzubauen, ist für den Systemverwalter nur noch eine Routineaufgabe. Ganz ähnlich kann auch der Ausfall eines Datenbank-Servers vom Typ Microsoft SQL in einer SAN- oder NAS-Umgebung behoben werden. Auch hier analysiert der RDR-Ingenieur zunächst die Struktur, sucht intakte Datensätze und überführt diese in eine intakte Datenbank.

Ebenfalls ein typisches Szenario ist das versehentliche Löschen wichtiger Dateien. Passiert das unterwegs auf dem Notebook – weit ab von jeder Hilfe durch den IT-Administrator des Unternehmens – kann RDR auch hier wertvolle Hilfe leisten. Über das Internet kann man im Ernstfall mit einem RDR-Ingenieur in Verbindung treten, der den Schaden behebt und die gelöschte Datei online wiederherstellt, so dass beispielsweise vor einem wichtigen Geschäftsabschluss die Präsentation sogar unterwegs wiederhergestellt werden kann (z.B. am Flughafen).

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